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13.05.2013: Übermotivation beim Obedience-Training

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Nach 10 Tage zwangspause, aufgrund meiner Krallenverletzung, durfte ich endliche wieder einmal auf den Hundeplatz und mit Frauchen arbeiten. Übermotiviert ziehe ich sie Richtung Hundeplatz und vor dem Türchen, das mir den Weg auf “Spaß” versperrt, bleibe ich stehen. Frauchen leint mich jetzt ab und fängt schon Übungen wie “Fuss” an. Dann öffnet sie die Türe und ich muss, wie es sich für ein Klasse 2 Hund gehört, unangeleint und schön im “Fuss” laufend, den Platz betreten. Das da schon einige Hunde am spaßigen Üben sind, hat mich nicht zu interessieren. Ich mach es vorbildlich und Frauchen schien schon sehr mit mir zufrieden zu sein. Wir üben “Fuss” laufen im schnellen Tempo, normalen und langsamen Schritt; üben Distanzkontrolle auf 12 m Entfernung: “sitz”, “steh”, “platz” und alles mache ich mit einer wahnsinns Motivation mit. Danach kommt die Gruppenübung. 4 Beginner und ich als Klasse 2 Hund liegen bzw. sitzen ab und alle Hundehalter entfernen sich 20 m von uns Hunden. Da meinen doch zwei Jungspunde, sie könnten sich einfach aus der Gruppe entfernen und fangen an zu pöbeln. Ich sehe zwar Frauchen wie sie auf mich zukommt und höre ein ruhiges “sitz”, “Aragorn sitz” ; doch die Pöbelei der Zweien muss ich unterbinden. Ich renne also zu den Zweien und stelle mich mal ganz souverän dazwischen. Die Hündin hat sofort verstanden das jetzt Schluss ist; der Rüde musste allerdings durch dominante T-Stellung meinerseits auf das Ende der Pöbelei hingewiesen werden. Soweit so gut. Nochmals Gruppenübung; alles lief super. Jetzt fühlte ich mich beflügelt und als Frauchen sich vor der Box positionierte, wusste ich natürlich gleich was kommt. Frauchen ruft “Box” und ich renne so schnell mich meine Beine tragen konnten, Richtung Box. Irgendwo hörte ich zwar Frauchens “Steh”, aber ich kam einfach nicht zum Abbremsen, rannte durch die Box, bis zum Ende des Platzes, drehte dort um, zurück durch die Box und in perfekte Fussgrundstellung neben Frauchen. Puh, war ich außer Puste und Frauchen gab ein “Schade” von sich. “Was habe ich falsch gemacht???” Frauchen nochmals “Box”. Ich renne wieder auf die Box zu, sehe nicht weit entfernt einen Tunnel, renne durch ihn hindurch und zurück in die Fussgrundstellung. Frauchen wieder “Schade”. Frauchen ein 3 x “Box”, ich renne wieder so schnell ich kann durch die Box, zum Ende des Platzes, stell mich auf die Hinterpfoten und schnappe mir “mein Holzapportel” und bringe es Frauchen zurück. Auf ein “Schade” folgte nun auch ein “du bist ein Knallkopf”. Ich habe festgestellt, für Knallköpfe gibt es keine Leckerchen. Frauchen meinte, ich solle mal runter kommen und verlangte ein “hinlegen” ... mehrmals ! Dazwischen rannte ich zu Axels Herrchen und schnappte mir Axels Apportel, zog der Trainerin Tina einen Ball aus der Tasche, schnappte mir wieder mein Apportel, rannte zu Phoebes Belohnungsball und schlapperte von irgendeinem Hund den gesamten Wassernapf leer! Frauchen durfte sich von Axels Herrchen folgendes anhören: “Na so ein junger Hund hat eben noch Energie ohne Ende. Mein Axel ist schon 6 Jahre; da werden sie ruhiger.” Frauchen entsetzt: ”MEINER ist schon 8 Jahre”. Axels Herrchen fehlten die Worte :) Danach durfte ich noch die Geruchsidentifizierung machen. Ich startete zu früh, holte mehrmals irgendein Hölzchen und war total von der Rolle. Ich war einfach nicht zu bändigen und man machte es mir dann ganz einfach, in dem man nur ein Hölzchen im Gras auslegte, mich suchen ließ, feste lobte und entschied: der ist so durchgeknallt, hier machen wir jetzt lieber mal Schluss.

Euer übermotiverter Knallkopf

 

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